Skip to main content
Headerbild
 
Erstellt von T. Gentsch | News

25. Münster Monster Mastership


Der Mastership zurück in Münster!

Was WAR der Mastership von Ende der 80iger bis in die frühen 2000er ein Ding – es war DER europäische Contest! Damals gab sowas wie einen „Contest-Marathon“, von Lausanne über Northampton und Münster bis nach Prag, aber gerade Münster war irgendwie immer das Highlight. Das lag nicht zuletzt daran, dass der ganze „Euro-Summer-Contest-Circuit“ seinen Ursprung in Westfalen-Metropole hatte. 1981 hatte Titus Dittmann erstmals die Idee, den „Münster Monster Mastership“ auszutragen und da es zu dieser Zeit eher wenige Wettbewerbe gab, pilgerte in den folgenden Jahren alles, was damals in Europa Rang und Namen hatte, nach Münster – Nicky Guerrero war schon 1985 erstmals dabei! Das bekamen irgendwann auch so manche US-Pro´s mit und schon 1988 gaben sich die damaligen Top-Ripper wie Lance Mountain und Steve Caballero die Ehre. 1989 erreichte der Mastership dann seinen vorläufigen Höhepunkt, denke man alleine an die 24.000 Zuschauer, die es an 3 Tagen in die Halle Münsterland schafften. Über die weitere Historie wissen wahrscheinlich die Meisten Bescheid – es wurde irgendwann so groß, dass man von Münster nach Dortmund ausweichen musste!

Die Jahre 2000-2004 bezeichnet man heute als die goldenen Jahre im Skateboarding. Die (Skate-) Wirtschaft florierte und es schien immer weiter und weiter zu gehen. Doch nach Höhen kommen Tiefen und so ebbte die Wahnsinnwelle der Millenium-Zeit langsam aber sicher ab. 2005 wanderte der Mastership zurück nach Münster und erstmals fand der Vert-Contest im Rahmen der Monster Rocknight statt. 

Das hat auch Sinn gemacht, schließlich ist es einfach mega-geil, wenn zwischen Rock und Metall-Größen auf der Bühne Sandro Dias mit 3 Meter Airs auf der Rampe die stickige Luft ein wenig in Bewegung bringt. Dann kam 2006 die heimische Fussball WM und auf einmal gab es nahezu keine Sponsoren mehr, die sich für einen Mastership interessierten. Dennoch, von Seiten der Monster Rocknight waren schon alle Bands gebucht, Musik ist schließlich autark von Sport, und so musste ein neuer Rahmen für den musikalischen Teil des Masterships kreiert werden – und so wurde das Vainstream Festival geboren!

Der Mastership war nun erstmal Geschichte. Nichts destotrotz etablierte sich das Vainstream Festival über die Jahre zu einem der renommiertesten Events seiner Art und zog über 20.000 Zuschauer an einem Wochenende in die Westfalen-Metropole. In den vergangenen Jahren nahm auch Skateboarding mehr und mehr einen gewissen Part dieser Veranstaltung wahr, sei es mit dem DIY Riot am Skaters Palace im Rahmen des Kick-Offs für das Wochenende oder dem Miniramp-Jam, der in den letzten 3 Jahren auf dem Festival stattfand. Jedoch, für das 20. Jubiläum des Vainstream musste einfach etwas ganz Besonderes her – und was läge da näher, als endlich den 25. Münster Monster Mastership zu zelebrieren!?!

Gesagt – getan. Schon Ende 2025 setzen sich die Masterminds Ralf Middendorf, Julius Dittmann und Timo Birth zusammen, planten, evaluierten was wie machbar wäre und kamen schlussendlich zu dem Ergebnis, dass man sich auf einen Vert-Event beschränken sollte. Alles andere hätte den Rahmen der Möglichkeiten auf dem Festival gesprengt, und da im Vert-Skating sowieso der Urspung des Masterships lag, passte das wie die Faust aufs Auge.

Es wurde beschlossen, "International Heros" der letzten 40 Jahre, "Europäische Allstars" sowie einige "Young Guns" der neueren Generation einzuladen. Zudem sollte das Ganze eher einen Demo-Charkter bekommen, da sich mit einem solch gemischten Starterfeld ein echter Contest nur schwer hätte realisieren lassen. Als dann am Freitag, den 26. Juni, die ersten Fahrer die Rampe betraten, ließ sich eins sofort feststellen – es war verdammt heiß. Mike Crum meinte sofort, dass dies höhere Temperaturen als bei ihm in Texas seien und alle Fahrer beschränkten sich auf das Nötigste bezüglich „sich der Sonne aussetzen“. Es gab 2 Mal je 3 Slots, in denen die Jungs zwischen den Bands auf der nebengelegenen Bühne eine halbstündige Demo fuhren und schon nach der ersten Gruppe, den „Young-Guns“ rasteten die Zuschauer komplett aus. Das steigerte sich umso mehr bei den folgenden Gruppen und man kann ohne Umschweife sagen, dass der Samstag schon schwersten Eindruck hinterlassen hatte. Die abendliche Session sag dann auch den ersten Mc Twist über einen Rock n´Roll Slide des Erfinder des Mc Twist (Sandro Dias über Mike McGill) und somit nahm der erste Tag ein glorreiches Ende.

Samstag wurde das Programm ein wenig nach hinten verschoben, es war einfach viel zu heiß um in der Mittagssonne die ersten Slots zu skaten. Es gab zudem noch einen Best-Trick Contest an der „AXA-Box“, wobei die Fahrer es sich nicht nehmen ließen, auch andere Teile der Rampe für „ihre Best-Tricks“ zu nutzen. So pullte Mike Crum seinen ersten Fs Nollie Heelflio Fs Air seit Ewigkeiten, aber was vor allem beeindruckte war sein Double mit Rune Glifberg – schaut euch die Sequenz an, knapper ging es nicht! Luke Kahler machte nicht nur Fs Blunt sondern auch ein „Scrambled Egg“ an der Extension und während der Best-Trick Contest noch in vollem Gange war, hieß es auf einmal „Musik aus, Durchsage, „Bitte das Gelände räumen“! Ein mögliches Gewitter bahnte sich an und da man auf einem solchen Festival keinerlei Risiko eingehen kann, musste alles schnell beendet werden. Das war zwar schade um das weitere Skateboarding, was an diesem Abend neben den Tönen von Suecidal Tendencies hätte stattfinden sollen, aber sicher ist sicher. Danke an alle Fahrer die am Start waren, sich über den großen Teich begeben hatten und sich obendrei dann noch in den Nightliner in Richtung Prag setzten! Mad respect! Danke an Schützi und Dave Duncan am Mic, allen hinter den Kulissen und natürlich die Company TITUS, die dieses einzigartige Event wieder zum Leben erweckt hat – vielleicht ja nicht zum letzten Mal!